„Ich will Gold – alles andere zählt nicht"
Der Countdown läuft: Noch 39 Tage, dann gehen unsere Traktor-Talente Ahmed Abdulgamidov und Penelope Grochau bei der U19-Europameisteschaft in Ostrava auf Medaillenjagd. Seit wenigen Tagen sind die beiden wieder im Training – der 16-Jährige gibt dabei einen Einblick in seinen aktuellen Alltag.
Du bist jetzt gerade nach einem kurzen Urlaub ins Training gestartet – wie fühlt sich das an?
Es fühlt sich gut an, wieder die Boxhandschuhe überzustreifen. Das Training ist hart, Muskelkater lässt nach den ersten Tagen grüßen (schmunzelt). Aber es macht sehr viel Spaß. Jetzt heißt es, vollen Fokus auf die EM zu legen.
Wie unterscheidet sich das normale Training von der heißen Phase vor der EM?
Ich bin fokussierter und gebe noch mehr Gas, weil ich weiß, worum es nun geht.
Gibt es eine Übung, an der du noch besonders intensiv arbeiten willst?
Die Beinarbeit steht bei mir dabei ganz oben. Es soll alles perfekt sein – meine Beine müssen noch stärker werden, um die Fehler, die ich beim Brandenburg Cup gemacht habe, zu beseitigen.
Wie gesagt, die Vorbereitung auf die EM hat gerade begonnen, wie sieht ein typischer Tag bei dir aus?
In den Ferien heißt es Training, Training, Training. Mein Tag beginnt meist mit dem Frühstück um 7 Uhr, danach folgt die erste Einheit. Um 13 Uhr essen wir alle gemeinsam, nachmittags steht ein zweites Training auf dem Programm. Die Zeit dazwischen nutze ich immer, um mich auszuruhen und dem Körper eine kurze Pause zu gönnen. Darüber hinaus gehen wir Sportler zur Physio oder in die Sauna. Wenn die Schule wieder beginnt, füllt diese meinen Tag zusätzlich.
Was passiert bei der ersten Trainingseinheit am Vormittag?
Ich merke, dass ich morgens deutlich mehr Kraft habe und frischer bin. Daher steht morgens oft Krafttraining auf dem Programm. Denn später fühlt sich der Körper schwerer an, sodass wir nachmittags meist Techniktraining machen.
Hast du nach solch intensiven Tagen noch Energie für anderes?
Abends gehe ich oft spazieren, höre dabei Musik oder treffe mich mit Freunden. Viel mehr Zeit bleibt aktuell nicht. Aber das ist auch genau das, was ich möchte.
Hast du ein Ritual, auf das du dich nach einem harten Trainingstag freust?
Entspannung und den nächsten Tag. (lacht)
Wenn du an die bevorstehende EM denkst – was motiviert dich besonders?
Ganz klar die Medaille. Die will ich unbedingt – ich träume schon von ihr (schmunzelt). Ich möchte möglichst viel Erfahrung mitnehmen und dann die Goldmedaille mit nach Schwerin bringen. Mit weniger gebe ich mich nicht zufrieden.
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