Aus Witz wurde Ernst – und vier Meistertitel

Bereits seit ihrem siebten Lebensjahr streift Penelope Grochau fast täglich die Boxhandschuhe über. Und das mit Erfolg – zahlreiche Deutsche Meistertitel und Kämpfe auf internationaler Ebene sprechen für die 17-Jährige, die kurz vor ihrer dritten EM-Teilnahme steht.

 

Schon mit sieben Jahren begann Penelope Grochau – kurz Penni – mit dem Boxen – damals eher zufällig, nachdem ihr Vater scherzhaft meinte, die überschüssige Energie könne sie in den Kampfsport stecken. Aus Spaß wurde schnell Ernst: Von Beginn an trainierte sie – anfangs mit ihrer Zwillingsschwester – mit großer Begeisterung, die ersten Kämpfe folgen bereits im Alter von zehn Jahren.

 

Als der Übergang in die 5. Klasse ansteht, entscheidet sie sich für das Schweriner Sportgymnasium, um in ihrem Sport, ihrer großen Leidenschaft weiterzukommen. Denn: Training steht jeden Tag auf dem Programm. Und schnell steht fest: Boxen ist viel mehr als nur ein Hobby. Nach zahlreichen Kämpfen und Siegen, tritt sie 2021 bei ihrer ersten Deutschen Meisterschaft an und holt sich den Titel ihrer Gewichtsklasse in den folgenden vier Jahren. Internationale Erfolge lassen ebenfalls nicht lange auf sich warten: 2022 folgt die Europameisterschaft, 2023 Bronze bei der EM und zusätzlich die Teilnahme bei der Weltmeisterschaft. Und dazu: Mit jedem Auftritt auf internationaler Bühne wächst ihr Selbstvertrauen. Reisen, Wettkämpfe, neue Menschen – der Sport hat Pennis Alltag geprägt und der 17-Jährigen eine klare Richtung gegeben.

 

Ihr Stil ist technisch geprägt. Im Ring gilt: Ruhe bewahren, den Überblick behalten und konzentriert bleiben – ganz besonders bei großen Turnieren. Dabei vertraut sie voll auf die Anweisungen ihres Trainers. In 33 Tagen steht nun ihre dritte Europameisterschaft auf dem Programm. Von Aufregung noch keine Spur. „Bislang liegt mein Fokus auf dem Training. An die EM denke ich erst, wenn sie kurz bevor steht."

Bis dahin steht zwei Mal Training am Tag auf dem Programm – und Gewicht halten. Dazu heißt es, Disziplin bewahren und das große Ziel nicht aus den Augen verlieren. „Wenn das Aufstehen morgens schwer fällt, halte ich mir vor Augen, wofür ich das alles mache. Ich will unbedingt mit einer Medaille nachhause kommen. Und dafür werde ich alles in die Waagschale werfen."


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